Schwarzer Toner
Die handelsüblichen von den einzelnen Druckerherstellern empfohlenen schwarzen Tonerkartuschen, bestehen aus Harzpartikeln, die zum Teil in Kohlenstoff und/ oder magnetisierbare Metalloxide eingebettet sind.
Bei einem ordnungsgemäßen Einsatz und Verwendung von Toner ist keine Gesundheitsgefahr für den Benutzer zu erwarten. Sicherheitsdatenblätter der jeweiligen Verbrauchsmaterialen sind normalerweise dem Produkt beigefügt, oder beim Hersteller oder Händler verfügbar.
Originale Tonerkartuschen werden nach Richtlinien der Europäischen Gemeinschaft und Gefahrstoffverordnung vorschriftsmäßig, auf Standards der Gesundheits- und Arbeitsplatzsicherheit, geprüft. Dieser Vorgang geschieht durch unabhängig arbeitende Institute.
Die Hersteller selbst führen schon vorab, bei der Qualitätsprüfung, selbständige Messungen durch.
Toner wurde früher oft in Verbindung mit Krebsgefahr gebracht, was aber mittlerweile auszuschließen ist. Die Hersteller setzen heutzutage auf verbesserte Herstellungs- und Prüfverfahren um Verunreinigungen des Kohlenstoffes vorzubeugen. Dies gilt aber nur für originalen und vom Hersteller empfohlenen Toner.
Toner hat einen geringen Anteil an Blei, Nickel und Quecksilber, der aber geringer ist, als der Anteil in bewirtschaftlichen Kulturböden und Lebensmitteln.
Arbeitschutzmaßnahmen, für den Betrieb oder Austausch des Verbrauchsmaterial, sind nicht notwendig. Der Austauschprozess wird in den mitgelieferten Datenblättern beschrieben. Normale hygienische Maßnahmen wie Händewaschen, falls man mit dem Tonerpulver in Kontakt kommt, reichen aus.
Farbiger Toner
Dem farbigen Tonerkartuschen sind Farbpigmente hinzugefügt.
Ansonsten gilt das Gleiche wie bei dem schwarzen Toner.
Tinten
Tinten werden heutzutage bei herkömmlichen Tintenstrahldruckern und modernen Digital-Farb-Kopierern eingesetzt.
Wasser, Farbpigmente und wasserlösliche Stoffe sind die Hauptbestandteile der Tinte. Dazu kommen noch Lösungsmittel in geringen Mengen.
Auch die Tinte stellt kein Gesundheitsrisiko für den Benutzer da, wenn der sachgerechte Einsatz gewährleistet ist.
Entwickler/ Fotoleiter
Entwickler oder Fotoleiter kommen nur in Laserdrucker und Kopieren vor. Sie übertragen das Bild/ Image auf das Papier. Sie können aus verschiedenen Materialien bestehen:
- Organische Fotoleiter
- Silizium
- Selenverbindungen
Organische Fotoleiter werden heutzutage fast ausschließlich, in Form von Trommeln und Bänder, eingesetzt. Dieser Entwickler wird auch OPC (Organic Photoconductor) genannt.
Die sehr lichtempfindliche Oberfläche wird seit Mitte der 80 Jahre benutzt und ist ungiftig und nicht gesundheitsschädigend.
Fotoleiter aus Silizium sind seit einigen Jahren auf dem Markt und ebenfalls gesundheitlich unbedenklich.
Selen und Selenverbindungen besitzen im Gegensatz zu anden Leitereinheiten eine giftige (toxische) Wirkung. Die Selenschicht ist aber extrem verschleißfest, so dass durch den Druck- oder Kopierbetrieb, eine Erhöhung des natürliche Selenanteil in der Luft, nicht nachweisbar ist.
Auch dieser Entwickler ist nicht gesundheitsschädigend und wird heutzutage aber nicht mehr verwendet.
Silikonöle
Silikonöle werden bei Laserdruckern und Kopieren als Trennungsmittel bei der Fusereinheit verwendet. Die Fuser oder Fixiereinheit ist die Einheit, welche den Toner auf dem Papier fixiert bzw. festbrennt. Die Einheit wird mir einer Temperatur von bis zu 180 Grad Celsius betrieben.
Das Öl unterliegt nicht den Altölgesetzen, weil es nicht aus Stoffen auf Mineralölbasis besteht.
Aufgrund der hohen thermischen Bindung entstehen im Gebrauch keine Zersetzungspartikel und durch den hohen Siedepunkt verdampft auch nur ein geringer Anteil.
Durch das Silikonöl bekommen die Ausdrucke einen Glanzeffekt.
Ozon
Ozon entsteht in kleinen Mengen bei elektrischer Entladung, bei zum Beispiel Elektomotoren und Haushaltsgeräte. Desweiteren ist Ozon ein natürlicher Bestandteil der Atmosphäre.
Weil Ozon ein Gas ist und in größeren Mengen gesundheitsschädigend ist, wurde eine Norm (TRGS900) über die zulässige Konzentration am Arbeitsplatz festgesetz.
Die zulässige Konzentration ist bemessen bei einer 40 Stundenwoche (5*8 Stunden) und darf maximal 0,1ml/m? betragen.
Die neuen modernen Drucker arbeiten heutzutage mit einer Transferrollertechnologie, die die Ozonbildung verhindert und die ältere Coronadrahttechnologie weitestgehend ersetzt hat. Die Drucker die heute noch mit einem Coronadraht arbeiten, besitzen dann aber zusätzlich noch Ozonfilter, die die geringe Ozonproduktion noch vermindern. Die Ozonfilter selbst wandeln das produzierte Ozon in Kolendioxid um.
Staub
Der Staub in Druckern bzw. Kopiergeräten setzt sich hauptsächlich aus dem ganz normalen Hausstaub, dem Papierstaub und feine Tonerpartikeln zusammen. Weil Laserdrucker durch den Einbrennprozeß des Toners im Bereich der Fusereinheit, extrem heiß wird, benötigen diese Drucker eine Durchlüftung. Durch diese Lüfter werden die Staubpartikel im Geräteinneren in Bewegung gesetzt und zwangsläufig auch in die Luft abgegeben.
Um die Staubbelastung so gering wie möglich zu halten, empfehlen die Hersteller, staubarmes Papier nach DIN19309 zu benutzen und den Drucker regelmäßig Warten/ Reinigen zu lassen.
Moderne Drucker und Kopiergeräte haben eine Staubentwicklung weit unterhalb der anerkannten Richtwerte für einatembare Staubanteile und liegen im Durchschnitt auch deutlich unter der Staubpartikelkonzentration in Stadtgebieten.
Geräuschentwicklung
Die Geräuschentwicklung von Kopieren und Druckern hängt im wesentlichen von Druckleistung, Bauweise und Betriebsweise ab.
Es gibt kleine, leise Laserdrucker, die als Arbeitsplatzdrucker verwendet werden können und deshalb auch nicht sehr laut im Betrieb sind.
Größere Kopierer oder Abteilungsdrucker, die fast permanent beansprucht werden, haben auch eine höhere Geräuschentwicklung, wobei sie meistens auch mit zusätzlichen Optionen, wie Scanner, Mailboxen (Ablagefächer) und Finisher (kann Lochen und Tackern), ausgestattet sind.
Durch starke Beanspruchung entsteht, auch durch den Fuser (Fixierstation ca. 180 Grad), eine enorme Hitze, die durch Lüfter aus dem Gerät geschaffen werden muss. Dadurch wird eine höhere Nachlaufzeit der Lüfter bis zum Standbybetrieb benötigt, auch wenn der Druckprozeß bereits beendet ist.
Laserstrahl/ Licht
In Laserdruckern und Kopierern werden unsichtbare Laserstrahlen zur Erzeugung des Druckbildes, auf dem Fotoleiter, verwendet. Die Lasereinheit ist nach außen hin geschlossen und schaltet sich automatisch sofort ab, wenn das Gerät im Betrieb geöffnet wird. (Alle Klappen und Türen sind mit Sensoren und Lichtschranken gesichert). Ohne eigene Modifikationen und bei sachgemäßer Bedienung, ist von keiner Gefahr für die Augen zu sprechen.
Fazit:
Drucker stellen bei vorschriftmäßiger Anwendung kein Gesundheitsrisiko dar.